Die Amerikanische Päpstin

Die Amerikanische Päpstin

Die amerikanische Päpstin

Zum Inhalt: Im Theaterstück “Die amerikanische Päpstin” von Esther Vilar werden die Zuschauer von Beginn an Teil des Publikums eines Fernsehinterviews, in dem sich die neugewählte Päpstin vor der offiziellen Amtsübernahme vorstellt.

2017 ist von der Strenge der katholischen Kirche nicht mehr viel übrig geblieben: Der Papst regiert nicht mehr auf Lebenszeit, sondern wird auf vier Jahre von allen Gläubigen gewählt, gleichgeschlechtliche Ehen, kirchliche Scheidungen und Abtreibungen sind erlaubt, das Zölibat wurde abgeschafft und die Besitztümer der Kirche auf Massenauktionen versteigert. Aus den Slums von Los Angeles stammend steht die erste Frau im höchsten Amt der katholischen Kirche einer Kirchengemeinde gegenüber, in der die Beichte abgeschafft wurde und der gekreuzigte Jesus Christus aus psychologischen Gründen einem Rocker mit Dornenkranz weichen musste. Über die Jahre hinweg haben sich die Päpste in Sachen Demut und Bescheidenheit ständig den Rang abgelaufen, den frommen Christen immer mehr Freiheiten eingeräumt.

In ihrem Resümee über die Entwicklung der katholischen Kirche sieht die “amerikanische Päpstin” darin den Grund für den steigenden Mitgliederschwund: In seiner uneingeschränkten Selbstverantwortung ist der Mensch orientierungslos geworden und sucht deswegen die Autorität von radikalen Parteien und Sekten. Statt zur erlösenden Beichte geht man jetzt zum Psychiater.

Ihre Lösung aus der Krise: Die Kirche muss zu alten Werten zurückfinden, abgeschaffte Rituale wieder eingeführt werden. Es müssen wieder sinnstiftende Grundsätze bestehen, an denen der Mensch Halt findet und sich orientieren kann.

 

Die nächsten Vorstellungen (im Kurtheater Bad Schmiedeberg) sind am:

  • 03.04.2011 um 19.30 Uhr
  • 24.10.2011 um 19.30 Uhr
 
 

Pressestimmen

“Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin” ist eines der bedeutensten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts. Es wirbt mit größtmöglicher Überzeugungskraft für die Toleranz und die Versöhnung zwischen Gläubigen und Ungläubigen, zwischen Herrschern und Beherrschten, zwischen Starken und Schwachen, zwischen Reichen und Armen, zwischen Frauen und Männern, zwischen Vorbildern und Mitläufern oder allgemein zwischen Menschen, die entgegengesetzten Lagern angehören. Für dieses Stück sollte Frau Esther Vilar den Friedensnobelpreis erhalten.

 
 

Pressefotos

Ilona   Winkend
P  Pstin   Segen
P  Pstin   Streng
 
 
technische Umsetzung durch: Systemhaus Wittenberg